‘Sun State #1′, Kunsthalle Düsseldorf (curated by Peter Gorschlüter) –2007

Cuban-German artist group: visual artist Diango Hernández and the musicians and DJs from ‘mouse on mars’, Andi Thoma and Jan St. Werner. (Künstlergruppe bestehend aus dem bildenden Künstler Diango Hernández und den beiden Musikern und DJs Jan St. Werner und Andi Thoma – beide sind das Duo „Mouse on Mars“). Nach der ersten Zusammenarbeit von Diango Hernández mit Jan Werner und Andi Thoma (Mouse on Mars) in dem Ausstellungsprojekt „Doku/Fiktion“ in der Kunsthalle Düsseldorf 2004 und diversen gestalterischen gemeinsamen Projekten ist mit SUN STATE ein autonomes Künstler-Projekt entstanden, in welchem visuelle und akustische Elemente, über ständig wechselnde Grenzen hinweg, neue und emanzipierte Ausdrucksformen erlauben. Die Symbiose aus „bildender Kunst“ (Hernández) und Musik (Mouse on Mars, Werner/Thoma) erzeugt im besten Sinne ein Potential, welches weit entfernt von „malenden Musikern“ oder „singenden Künstlern“ ist.

„SUN STATE#1“ wurde in der Kunsthalle Düsseldorf am 7. Oktober 2007 ausgestellt.

Die dort gezeigte, komplexe Rauminstallation bestand gleichberechtigt aus visuellen Elementen, wie einer mit einem weissen Tuch zu einer Raumskulptur verkleideten Musik-Anlage, und Video-Bildschirmen, und aus Zeichnungen auf 100 Platten-Covern, welche an die Kunsthallen-Wände genagelt waren. Während der 40minütigen Live-Musik-Performance am Abend des 7. Oktober waren die Künstler für die Besucher innerhalb der Tuchskulptur nur als Schattenrisse, beleuchtet von flackernden Scheinwerfen, unter dem Tuch sichtbar.

Die von SUN STATE erzeugten Licht-Ton-Bilder innerhalb der Skulptur wurden durch eine Hand-Kamera (ohne Aufnahmekassette!) zu einem einmalig sichtbaren Live-Bild auf ausserhalb der Tonskulptur liegende Leinwände projeziert. Der Entzug der sichtbaren Aktion und die akustische Belastung des Besuchers zwangen die Teilnehmer dieser Aktion zur Hinterfragung ihres eigenen Neugierde- wie Widerstandspotentials und liessen ihn in seiner Rolle zwischen dem „Augen-und Ohrenzeugen“ zum Voyeur hin- und herwechseln.

Als einziges Dokument des akustischen Ereignisses wurden 100 Vinyl-LPs gepresst, die seither mit den Covern und den darauf angebrachten Original-Zeichnungen zum Kauf angeboten werden.